Sonntag, 5. September 2010

Irgendwo auf dem Weg zu meiner Selbstfindung.

bria-                                 

So... Mein letzter Post für heute.

Könnt ihr euch ein Leben vorstellen in dem man perfekt sein muss? Jeden Tag anständig sein, fein beten, jeden Sonntag in die Kirche. Alle drei Sakramente besitzen. Sich auf den heiligen Gott verlassen und ihm sein komplettes Leben widmen. 

Nein? 
Dann willkommen zu meinem früheren Leben. Ich bin frei aufgewachsen, aber streng katholische Maßstäbe wurden immer gesetzt. Meine Oma ist sehr katholisch, genauso wie eigentlich 90% meiner Familie. Meine Wurzeln liegen außerdem auch in Polen. Ich bin halb Deutscher, halb Pole.( Das polnische Volk ist sehr streng von Religion und der katholischen Konfession geprägt)
Jeden Tag perfekt zu sein kann ziemlich anstrengend sein.. 
schon.. 
Besonders wenn man dann auch noch die ADHS(Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung) besitzt, wie ich. Und auch noch, wenn man eine harte Vergangenheit mit einen Vater hatte der an Alkoholsucht leidet.
Auch noch, wenn man immer ausgeschlossen wurde und niemand einen mochte.
Ich war immer schon anders. Nicht wegen der ADHS. Ich hatte es als Kind nicht wirklich unter Kontrolle, jetzt als Jugendlicher geht es einigermaßen..
Nein, wegen was ganz anderem..
Ich fand Jungs immer viel interessanter.. 
Spielte gern mit Puppen..
Hasste Jungskram..
Ich war außergewöhnlich Kreativ und malte die unterschiedlichsten Sachen..
War begabter in Sprache und Ausdruck..

Naja, nichts besonderes hm? stimmt bis jetzt.
Als ich in die Pubertät kam hatte ich nie wirklich Interesse an Mädchen. eher an Jungs.
Ich empfand es auch niemals als Scham, oder mir war das nicht peinlich. Ich war aber kein dummer Junge, das war ich noch nie. Ich wusste das es falsch war. Ich wusste das es unnormal ist.

Jeder vermittelte mir diesen Eindruck. Gefühle für das gleiche Geschlecht zu haben ist falsch. Jeder.. außer meine Mutter. die schönste und für mich stärkste und klügste Frau. Sie war die einzige die immer zu mir hielt, sie erkannte mein Potenzial. Meine Besonderheit. Ich glaube, sie wusste es schon immer. Ich glaube, sie wusste schon immer das ich schwul bin.
Ab einem bestimmten Zeitpunkt in meiner Entwicklung enpfand ich es als peinlich Jungs interessanter zu finden als Mädchen. Also behielt ich es für mich, und stritt es immer ab.
Niemand hätte es verstanden. Besonders nicht meine strengreligiöse Familie, die von mir erwartet später mal eine schöne Frau zu heiraten und viele schöne Kinder mit ihr zu zeugen.
Deswegen ist es so gewesen. Gefangen in sich selbst. Das triffts ziemlich gut.

Je älter ich wurde, desto größer wurde mein Verlangen nach Jungs.. Nach Männern.
Mit 13 hatte ich meine erste Erfahrung, meinen ersten Sex.. Und ja, es hat wehgetan. 
(ER KONNTE EINFACH NICHT FICKEN! :D)
Ich hatte mich ihm hingegeben, es war ein schönes Gefühl. Die großen, warmen Hände. Und diese Gefühl von geborgenheit.
Als ich realisierte was geschah hab ich mich für 20 Minuten in seinem Bad eingesperrt und geweint. Ich hab mich so geekelt. Ich empfand mich als Schande für meine Familie. Als Dreck. ich hab mich am ganzen Körper gewaschen, immer und immer wieder. Es brachte nichts.
Ich ging nach Hause. Der Weg nach Hause erwies sich alös endlos lang.. Ich dachte ich komme nie zu Hause an. Es hat geregnet undich hatte mein erstes Mal. Und ich war eine Schande.., dachte ich.
mit 14 hatte ich meine erste Freundin, Kim. Ich hab es nicht mehr geheimhalten können das ich nicht Hetero bin. Also hab ich gesagt ich wäre Bisexuell. Nicht schwul, aber auch nicht Hetero. nur halb so peinlich und schlimm. Nur die wenigsten wussten es. Unter anderem Meghan.
Mit Kim war ich nicht lange zusammen. Sie war ein Alibi.. Um meiner Familie zu beweisen wie HETERO ich doch wäre.. Aber mir ging es selber nicht gut, ich fühlte mich irgendwie falsch.
Wenn ich schwul wäre.. wäre das dann falsch. Und wenn ich Hetero wäre.., dann wäre das richtig und doch fühlt es sich falsch an.
Ich ahbe mich nicht zugehörig gefühlt. Zu niemandem. ich hatte sogar mich selbst verloren. Irgendwo auf dem Weg zu meiner Selbstfindung.
Es war schnell Schluss, ich ahtte keine Schnmerzen nach der Trennung. Irgendwie fühlte ich mich leer. Mit Meghan war ich auch öfters zusammen, ja. Zum Teil aus Mitleid... Es ist nicht gerade nobel mit jemanden aus Mitleid zu gehen und es gibt auhc keine Entschuldigung dafür.
Wenn dir ein Mädchen so lange hinterher läuft, dich einfach nciht aufhört zu lieben. Alles für dich tut. Sich sogar umbringen will. Und alles mögliche tut um DEINE Aufmerksamkeit zu bekommen, ja dann denkt man schonmal nach ob dieses Mädchen nicht eine Chance verdient hat. Deine Familie wäre stolz, du könntest dich damit entschwulen und du wärst cool.
es erwies sich als falsch. Dieser Gedankengang war völlig dumm. Denn wieder war ich es, dem es überhaupt nciht gut bei der Sache ging. Mit Meghan war schneller schluss als wir überhaupt zusammen gekommen sind.
In dem Moment, wo ich das letzte Mal mit Meghan zusammen war. Genau in diesem Moment hallte diese leere wieder in meinem Körper rum.
An dem tag wurde mir klar. Brian, du bist schwul. Und nein Brian, das bildest du dir nciht ein und daran kann man nichts ändern. DU BIST SCHWUL. Dadurch fühlte ich mich noch schlimmer. Meine Noten stürzten ab. ich schwänzte. Das ganze Programm eines Absturzes. 
Doch ich konnte mich wieder fangen.
Währen meines 13 und meines 16 Lebensjahres hatte ich was mit verschiedenen Jungs.Wechselte Freunde, Szenen und Meinung zu den verschiedensten Ansichten. Ich entwickelte mich weiter.
Nachdem ich meinen Realschulabschluss gemeistert hab, konnte ich mich endlich komplett outen. Ich fing an es nicht mehr abzustreiten, ich gab zu, schwul zu sein. Und es machte mich stolz, so sehr. Das hatte den Grund das meine alte Schule eher einem Lästerhof glich. Jeder redet über jeden. Alles zählt. wie du läufst, redest, dich anziehst. biah! schrecklich SAGE ICH NUR DAZU :D Nachdem ich die Schule beendet hab, lebe ich offener denn je!
Grüße an all die Bitches von der RS Sidonienstraße!:****

Viele sind ja davon überzeugt ich bin schwul geworden wegen Meghan. Weil sie ja so hässlich wäre oder sonst was.
An die Leute kann ich einfach nur ein fettes FUCK YOU senden! Meghan ist und war NIE der Grund warum ich Homosexuell geworden bin, nienienieniemals. Sie hat garnichts damit zutuhen.
Sie hatte einfach nur Pech mir in dieser Phase meines Lebens begegnet zu sein.
Meghan ist ein wunderschönes Mädchen und sie war es schon immer. Sie ist meine beste Freundin. Sie hält zu mir wie meine Mutter ey :D
Voll gruselig man:D
Auf jedenfall. Mein Leben war nciht immer schön. Meine Familie hat mein Outing auch mitbekommen. Meine Oma hat mich mit Weihwasser bespritzt, wollte mich zum Psychologen schicken. Ich durfte nichts mehr in ihrem Haushalt anfassen. Meine Tante meinte es wäre eine Phase. Die Jungen Leute aus meiner Familie fanden mich unheimlich cool und der Rest ignorierte es. Teile meiner Familie in Polen wissen es garnicht, ihnen fehlt das nötige Verständnis für sowas.

Jetzt im Moment, mit meinen zuckersüßen 17 Jahren, weiß ich: ich bin wunderschön so wie ich bin und ich brauche mich nicht leer fühlen. Ich habe alles was ich brauche.
Ich wurde in meinem Leben oft schikaniert, oft verstoßen und selten angenommen. Das machte mich stark und reif.
ich weiß mcih zu wehren und bin stolz.., stolz, homosexuell zu sein:)
Ich bin Glücklich, ja wirklich. Und ncihts wird das ändern.


Ich bin Brian und schwul! 
Und wer bist du?:)


ER IST SO HEIß! FRANCISCO LACHOWSKI! ICH LIEBE IHN! <francisco3


 brasillianische Gottheit!:D <3

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